Don't text and walk



Das Problem der Handy-Nutzung beim Autofahren, inzwischen auch in Europa ein alltägliches und sehr gefährliches Ärgernis, war zuerst in den USA aufgetreten. Inzwischen scheint es uns schon ewige Zeiten her zu sein, dass dieses Phänomen neu war und es erstmals Menschen gab, die während einer Autofahrt unbedingt eine SMS schreiben mussten.

Inzwischen hat sich das Problem erweitert. Nicht mehr nur Autofahrer greifen zum Handy, sondern auch Radfahrer und Fußgänger können immer öfter den Blick kaum vom Display lenken. Das hat an vielen Orten bereits zu schweren Unfällen geführt, eben weil Tinder wohl oft interessanter ist als eine Ampel. 2016 sind in den USA fast 6.000 Fußgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen und viel zu oft spielte in diesen Fällen Unachtsamkeit eine Rolle. In einigen amerikanischen Städten haben sich die lokalen Behörden daher dazu entschieden, auch bei Fußgängern dafür zu sorgen, dass sich die Aufmerksamkeit auf die Vorgänge um sie herum richtet, nicht auf virtuelle Welten.

Als bisher größte Stadt gehört dazu auch Honolulu. Touristen und Einheimische laufen in der Stadt und im Umland nun Gefahr, eine Strafe von $35 aufgebrummt zu bekommen, wenn sie beim Überqueren einer Straße aufs Smartphone oder Tablet schauen. Diese Maßnahme könnte sich bald auch in anderen Städten finden, in New York City zum Beispiel werden gerade die Optionen geprüft, um für mehr Sicherheit für Fußgänger zu sorgen.
  

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