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Nepper, Schlepper, Freiheitsstatue

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Man wird zwar selten von Teppichhändlern belagert und in der Regel auch nicht von Taxifahrern übers Ohr gehauen, aber dennoch sind viele Orte in den USA auch Orte, an denen sich mit Touristen viel Geld verdienen lässt. Diese Tatsache wiederum verführt gelegentlich den einen oder anderen halbseidenen Anbieter, es auf die nicht hundertprozentig ehrliche Tour versuchen zu wollen. Gerade in touristischen Hotspots wie Orlando, New York oder Las Vegas muss man natürlich ein bisschen auf der Hut sein, wobei der gesunde Menschenverstand der beste Ratgeber ist. „If it sounds too good to be true, then it probably isn’t“ lautet ein in Amerika gebräuchliches Sprichwort und es ist in der Tat eine gute Leitlinie.
Ein Beispiel für eine Situation, in der Touristen leicht auf die falsche Spur gelockt werden können, ist der Besuch der Freiheitsstatue in New York. Als weltweit bekanntes Symbol Amerikas ist die Skulptur eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des ganzen Landes, jeden Tag interessieren…

Totempfahl der Waffenkultur

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Rhode Island, der kleine Ocean State im Nordosten, hat eine Menge zu bieten, was Touristen aus Europa leider oft verborgen bleibt. Die Atlantikstrände wären da zu nennen; die schöne Küste, vor der oft und gut gesegelt wird und liebenswerte Städte wie Providence oder Newport.

Manche Sehenswürdigkeit aber ergibt sich, hier wie an anderen Orten, erst beim zweiten Hinsehen. Vor dem Gerichtsgebäude in Providence zum Beispiel steht ein Betonpfeiler mit Rostflecken. Denkt man zumindest, bis man etwas genauer hinsieht. Dann entpuppen sich die Rostflecken als verrostete Pistolen. Handfeuerwaffen in Beton, das muss Kunst sein. Oder?

Der Hintergrund des im Volksmund als "Gun Totem" bekannten Kunstwerks liegt in einer ziemlich pragmatischen und ziemlich erfolgreichen Idee. Michael P. Hirsh, ein Kinderarzt aus Neu-England, hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der sich auf den Straßen im Umlauf befindlichen Handfeuerwaffen zu reduzieren. Hirsh hatte selbst miterleben müssen, wie ein b…

Utqiagvik

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Utqiagvik - das klingt ein bisschen so, als ob es sich um ein traditionelles indonesisches Reisgericht handelt oder um den Namen eines Bürodrehstuhl bei IKEA. Ist es aber nicht. Utqiagvik ist der neue Name des Örtchens Barrow, von dem sich vornehmlich Bilder wie dieses finden lassen.



Das ist, genau genommen, sogar ein ziemlich charakteristisches. Denn wenn irgendwo hinter dem Ort Mitte November die Sonne untergeht, dann sieht man sie erst Mitte Januar wieder. Utqiagvik ist die nördlichste Stadt der USA. Rund 4000 Menschen leben hier, gut 60% davon sind Ureinwohner Alaskas und die Abgeschiedenheit ihres Wohnorts hat wahrscheinlich mit dazu beigetragen, dass uralte Traditionen sich hier besonders gut haben erhalten können. 
Aber zurück zur Namensgebung. Ein paar Kilometer außerhalb der Kleinstadt liegt Point Barrow, der nördlichste Punkt der USA, von einem englischen Geographen 1825 nach einem ebenfalls englischen Admiral benannt. Der Ort bekam den fremden Namen sozusagen übergestülpt; …